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Grönland
Bild: Henrik Dahl, Europaabgeordneter aus Dänemark, spricht für die EVP zur territorialen
Integrität von Grönland und Dänemark. © European Union 2026 - Source: EP / Philippe Buissin.
Der amerikanische Präsident Donald Trump ist unverändert der Meinung, dass seine Grönland-Phantasien eine Berechtigung haben und sich die USA das souveräne Grönland einverleiben sollten „als großes Stück Eis für den Weltfrieden“. Wir alle von der EVP sagen dazu nur: Grönland bestimmt selbst.
Wir stehen uneingeschränkt zur regelbasierten, multilateralen internationalen Ordnung. Jeder Versuch, die Souveränität oder territoriale Integrität Dänemarks und Grönlands infrage zu stellen, ist unvereinbar mit dem Völkerrecht und der Charta der Vereinten Nationen.
Die Arktis ist strategisch wichtig – für unsere Sicherheit und nachhaltige Entwicklung. Eine enge Zusammenarbeit mit den Menschen in der Region ist für die EU zentral.
Das Königreich Dänemark – inklusive Grönland – ist NATO-Mitglied und genießt den vollen Schutz der kollektiven Sicherheitsgarantien. Um dieses gemeinsame Verständnis zu vertiefen, ist Deutschland einer dänischen Einladung gefolgt: Bundeswehrsoldaten waren letzte Woche im Rahmen einer Erkundungsmission vor Ort in Grönland, um gemeinsam mit NATO-Partnern zu prüfen, wie Sicherheit und Zusammenarbeit weiter gestärkt werden können.
Am Abend nach seiner Davos-Rede zog Präsident Trump die Ankündigung seiner Strafzölle wieder zurück. Mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte habe man sich auf ein Rahmenabkommen zu Grönland geeinigt. Also keine neuen Zölle. Stattdessen wird über die Stationierung von Truppen auf Grönland (das jetzige Abkommen stammt aus dem Jahr 1951) neu verhandelt. Das Abkommen soll um einen Passus zum Raketenabwehrschirm „Golden Dome“ ergänzt werden. Außerdem sollen die USA bei der Investitionskontrolle für Grönland mitreden dürfen. Die europäischen NATO-Staaten sollen sich stärker als bisher für die Sicherheit in der Arktisregion engagieren.
Ich bin gespannt, wie lange diese verkündeten Punkte Bestand haben werden. Das Europaparlament und auch die Europäische Kommission verfolgen die weitere Entwicklung aufmerksam.