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Der G7-Gipfel aus europäischer Sicht

Donnerstag, 11. Juni 2015, 14:00 Uhr

Foto: 2015 Presse- und Informationsamt der Bundesregierung

Auf dem G7-Gipfel, der am Sonntag und Montag diese Woche auf Schloss Elmau in Bayern stattfand und bei dem Deutschland unter Kanzlerin Angela Merkel die Präsidentschaft inne hatte, standen auch wichtige europäische Themen auf der Agenda. Im Vorfeld des Gipfels haben wir im Europäischen Parlament diesbezüglich klare Forderungen formuliert und diese dem EU-Kommissionspräsidenten, Jean-Claude Juncker, und dem EU-Ratspräsidenten, Donald Tusk, als Vertreter der EU mit auf den Weg gegeben. So machten Juncker und Tusk klar, dass die UN-Klimakonferenz in Paris Ende des Jahres für die Europäische Union einen fundamentalen Stellenwert hat, da die EU in Fragen des Klima- und Umweltschutzes schon jetzt weltweit Maßstäbe setzt und dies auch weiterhin tun will. Diesbezüglich einigten sich die Gipfel-Teilnehmer auf eine gemeinsame Linie bei der Erreichung des Zwei-Grad-Ziels im Rahmen eines verbindlichen, globalen Klimaabkommens, das in Paris verabschiedet werden soll. Ein Zukunftsthema, das ich mit meinen Kollegen im Umweltausschuss des Europäischen Parlaments intensiv vorwärts bringe. Des Weiteren wurde von unserer Bundeskanzlerin die Problematik um die Antibiotikaresistenzen im medizinischen Bereich auf die Gipfel-Agenda gesetzt. Immer mehr krankheitserregende Keime werden gegen Antibiotika resistent. Die Sorge, dass in absehbarer Zukunft keine Antibiotika mehr wirken könnten, treibt uns auch im Europäischen Parlament um. Wenn wir im Umweltausschuss das EU-Tierarzneimittelpaket debattieren, spielt auch hierbei die Reduzierung des Antibiotikaeinsatzes eine zentrale Rolle. Ich vertrete eine sehr strikte Haltung und werde dementsprechend bei den ersten Abstimmungen kommende Woche votieren.

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