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Roaming

Donnerstag, 15. September 2016, 15:01 Uhr

Im vergangenen Jahr beschloss das Europäische Parlament, die Roaming-Gebühren ab 2017 abzuschaffen. Diese Gebühren fallen bei Auslandstelefonaten und der Nutzung von mobilem Internet im Ausland an. Details sollten dabei von der Europäischen Kommission erarbeitet und vorgestellt werden. Vergangene Woche gab es große öffentliche Empörung, nachdem die Kommission diese Einschränkungen bekanntgab: Der Wegfall der Roaming-Gebühren sollte auf 90 Tage begrenzt werden.

Einerseits verstehe ich die Entscheidung der Kommission, das Roaming nicht vollständig freizugeben. Kunden könnten einen Billiganbieter in egal welchem Mitgliedstaat in Europa wählen, dessen Angebot aber ungehindert in Deutschland nutzen. Ob diese Anbieter die notwendige Infrastruktur in Deutschland erhalten und erweitern, ist fraglich. Zudem erhöht dies auf lange Sicht die Preise für Verbraucher, die einen deutschen Anbieter wählen.

Andererseits ist für die Realisierung eines Europäischen Digitalmarktes und für das weitere Zusammenwachsen Europas eine unkomplizierte, grenzübergreifende Kommunikation wichtiger denn je.

Die Kommission hatte nach dem Aufschrei umgehend versprochen, zeitnah einen besseren Vorschlag vorlegen zu wollen - Ich bin gespannt, wie dieser aussehen und ob er Telekommunikationsanbieter und Verbraucher zufrieden stellen wird.

Weiterführende Links:

http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/20151022IPR98802/abschaffung-der-mobilfunk-roaming-geb%C3%BChren-wird-2017-wirklichkeit

Foto: http://www.eppgroup.eu/de/press-release/Abusive-cross-border-phone-fees-should-be-limited-in-the-EU?usebuid=8360

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