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Klimagipfel: Weltgemeinschaft fand Einigung zum Schutz unseres Planeten

Donnerstag, 17. Dezember 2015, 09:43 Uhr

Delegierte aus 195 Ländern haben am vergangenen Samstag bei der Weltklimakonferenz in Paris zum ersten Mal in der Geschichte ein gemeinsames Abkommen zur Eindämmung der Erderwärmung unterschrieben. Nach langen Verhandlungen haben sich alle Staaten, nicht nur die Industrieländer, auf gemeinsame, transparente sowie faire Regeln und Ziele im Kampf gegen den Klimawandel geeinigt. Dies ist ein außerordentlicher, vielleicht sogar historischer Erfolg.

Der Klimaschutzvertrag von Paris soll ab 2020 in Kraft treten und somit das Kyoto-Protokoll ablösen. Erklärtes Ziel ist es, die Erderwärmung auf einen Wert weit unter 2 Grad Celsius zu begrenzen. Außerdem ist eine Ergänzung des Abkommens für die zweite Hälfte des Jahrhunderts vorgesehen, in dessen Rahmen der Netto-Ausstoß an Treibhausgasen auf null gesenkt werden soll. Auch das Europäische Parlament war mit einer Delegation vor Ort und stellte die Ergebnisse am Dienstag im Straßburger Plenum vor. Wir sind stolz bestätigen zu können, dass unsere Forderungen gehört wurden und wir nun ein ambitioniertes Klimaabkommen haben. Wir erkennen diesen Vertrag als ein erfolgreiches Ergebnis der UN-Weltklimakonferenz an und unterstützen diesen gemeinsamen Schritt vorwärts. Es ist ein Hoffnungszeichen dafür, dass wir auch die nötigen Lebensbedingungen für zukünftige Generationen sichern können. Selbst Umweltschützer hätten nicht mit einem derartigen Ergebnis gerechnet.

Dennoch müssen wir uns der anspruchsvollen Aufgaben des Abkommens bewusst sein. Wir müssen sicherstellen, dass alle Staaten ihre Klimaziele konsequent umsetzen. Europa und Deutschland nehmen eine führende Rolle ein, allerdings sind nun auch große Schwellenländer und Erdölstaaten in der Pflicht. Dazu werden die Pläne der einzelnen Länder, laut Vertragstext, jede fünf Jahre überprüft. Außerdem ist meiner Meinung nach auch solidarische Hilfe für arme Länder wichtig. Diese müssen bei der Umsetzung des Klimaschutzes finanziell unterstützt werden, um Maßnahmen zu ergreifen, die den negativen Auswirkungen des Klimawandels vorbeugen.

Für Deutschland hat das neue Abkommen auch konkrete Folgen. Beispielsweise soll Kohle verstärkt durch erneuerbare Energien ersetzt und Häuser energieeffizienter gebaut werden.

Ich bin zuversichtlich, dass wir mit dem neuen Klimaschutzvertrag ein wichtiges Fundament legen, die gewünschten Ergebnisse erzielen und den globalen Temperaturanstieg erfolgreich begrenzen können. Nun müssen sich alle Länder an die Umsetzung machen!

Bildunterschrift: auch die luxemburgische Umweltministerin Carole Dieschbourg bekannte in Paris Farbe 

Foto: Europäisches Parlament

Offizielle Internetseite:

http://www.cop21paris.org/

Internetseite des Europäischen Parlaments:

http://www.europarl.europa.eu/news/de/top-stories/20141118TST79414/Klimawandel

Das auf dem Klimagipfel angenommene Dokument:

http://unfccc.int/resource/docs/2015/cop21/eng/l09r01.pdf

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