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Steuervergünstigung für Großunternehmen

Donnerstag, 26. November 2015, 16:38 Uhr

Ende 2014 wurde mit dem so genannten „Lux Leaks“-Skandal auf unfaire Steuerregelungen einiger Mitgliedstaaten aufmerksam gemacht, die vor allem zugunsten multinationaler Unternehmen und zu Lasten des ordentlichen Steuerzahlers gehen. Auch das Europäische Parlament hat reagiert und richtete eigens einen temporären Sonderausschuss ein, dessen Mandat jetzt sogar verlängert wurde. Seine Aufgabe ist die Untersuchung des Steuerwettbewerbes unter den europäischen Ländern.

Wir als EVP-Fraktion sind uns einig, dass der Skandal vollständig aufgeklärt werden und unfaire Steuergesetzgebung verhindert werden muss. Diese Woche fanden erneut Debatten zu diesem Thema statt. Es braucht mehr Transparenz bei nationalen Steuervorschriften und eine engere Zusammenarbeit bei der Bekämpfung unfairer Steuerpraktiken. Die Mitgliedstaaten müssen an dieser Stelle besser kooperieren.

Außerdem fordern wir eine Veränderung der europäischen Steuerpolitik. Wir brauchen eine harmonisierte Steuerbemessungsgrundlage für Europa, um Steuerverluste zu vermeiden. Zukünftig sollen Gewinne offen gelegt und Sanktionen für unfaire Steuerpraktiken festgelegt werden. Ich bin der Meinung, dass es keine Ausnahmen für multinationale Organisationen geben darf.

Bildunterschrift: Von fairen Besteuerungsgrundlagen in der EU profitiert der Einzelne; Quelle: EPP Group

http://www.europarl.europa.eu/news/de/news-room/content/20151120STO03820/html/Steuerdeals-Ko-Berichterstatter-Ferreira-und-Theurer-im-Interview

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