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Sommertour im Landkreis Biberach

Donnerstag, 10. September 2015, 13:31 Uhr

Foto (Europabüro Lins MdEP): Thomas Dörflinger, Norbert Lins, Josef Rief und Angela Kuon mit Tochter (v.l.) genießen die Milchgetränke der Familie Depfenhart

Meine Sommertour durch den Wahlkreis führte mich Ende Juli auch für einen Tag in den Landkreis Biberach. Dort  absolvierte ich insgesamt sechs Stationen unterschiedlichster Art, zu denen ich von unserem CDU-Bundestagsabgeordneten Josef Rief und von dem neuen CDU-Landtagskandidaten Thomas Dörflinger begleitet wurde.

Im Rahmen meiner ersten Station besuchte ich die christliche Einrichtung der Stiftung „Heimat geben“ im ehemaligen Kloster in Oggelsbeuren, die rund 75 Asylbewerbern Unterkunft und Betreuung ermöglicht. Nach einem Gespräch mit den Gründern und Stiftungsvorständen Pater Alfred Tönnis und Eugen Engler kam ich bei der Führung durch die Wohnhäuser auch mit Flüchtlingen aus dem irakischen Mossul ins Gespräch.

Bei meiner zweiten Station informierte ich mich gemeinsam mit der CDU Laupheim im Laupheimer Schlosspark über die Probleme mit den nahezu 700 Brutpaaren der europaweit geschützten Saatkrähe im gesamten Stadtgebiet. Bei einem Rundgang mit Rainer Ganser von der Stadt Laupheim durch den Park, in dem sich inzwischen rund 400 Brutpaare eingenistet haben, ging ich auf die derzeitige Überprüfung der Vogelschutz- sowie Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie der Europäischen Union ein. Als Mitglied des Umweltausschusses des Europäischen Parlaments und als verantwortlicher Berichterstatter meiner Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP) für dieses Dossier werde ich versuchen, diesen Sachverhalt auf europäischer Ebene zu thematisieren.

In direktem Anschluss nahm ich die Einladung des Laupheimer Bürgermeisters Rainer Kappellen war und verschaffte mir einen Eindruck von der Asylunterkunft in der ehemaligen Krankenpflegeschule. Neben der Begehung des mit 55 Asylbewerbern voll besetzten Hauses nahm ich auch am Flüchtlings-Café teil, bei dem ich mich bei den zahlreichen ehrenamtlichen Helfern für deren großartiges Engagement bedankte und mich unter anderem mit Asylbewerbern aus Gambia über deren Erfahrungen austauschte.

Meine nächste Station führte mich an den Mühlenweiher in Uigendorf, an dem ich vom Unlinger Bürgermeister Richard Mück und vom Unlinger Fischereiverein über die dortigen Biberprobleme informiert wurde. Seit dem Jahr 2004 kämpft der Fischereiverein mit großem Eigenaufwand gegen die Folgen der großen Biberpopulation, die zu einer Unterhöhlung des Weihergebietes, zu einer Beschädigung des Baum-, Schilf- und Maisbestandes sowie zu einer Behinderung des Wasserflusses führt. Auch diese Thematik werde ich über meine Funktion als EVP-Berichterstatter in den europäischen Diskurs miteinfließen lassen. Zudem machte ich klar, dass das Bibermanagement in Baden-Württemberg im Gegensatz zu manch anderen Bundesländern für die davon betroffenen Menschen vor Ort nicht ausgereift ist. Als vorbildhaftes Beispiel ist hier der Freistaat Bayern zu nennen, welcher die Problematik sehr pragmatisch und für alle Seiten zufriedenstellend angeht.

Bei meinem fünften Programmpunkt machte ich in Mittelbiberach halt, wo ich dem Familienbetrieb der Hofmolkerei Depfenhart einen Besuch abstatten durfte. Der konventionell wirtschaftende Betrieb stellt u.a. unter der Marke „Kuhl Energy“ eigene Milchprodukte her, die an den Schulen und in den Unternehmen der Region verkauft werden. Als stellvertretendes Mitglied im Agrarausschuss des Europäischen Parlaments freut es mich besonders, dass der Bau der innovativen Produktionsanlage maßgeblich von der Europäischen Union gefördert wurde und es dadurch ermöglicht wird, dass noch mehr Milch auf unseren Schulhöfen getrunken wird.

Den Abschluss dieses schönen und abwechslungsreichen Tages bildete das Sommergrillen des CDU Kreisvorstandes Biberach, bei dem es nach diesem intensiven Programm genug Zeit für anregende und interessante Gespräche zwischen Parteifreunden gab.

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